Freiheit - Was ist das?

Freiheit – ein großer und gern genutzter Begriff, aber wie viele Menschen haben sich Gedanken darüber gemacht, was Freiheit eigentlich bedeuten kann und sollte?
Zumindest sind sich die meisten Menschen darüber einig, dass Freiheit ein wünschenswertes Gut ist, aber was steckt hinter der Phrase?

Ist Freiheit, wenn man zwischen Marke A, B und C auswählen kann, unbewusst über die subtile Manipulation, der man ausgesetzt ist? Oder ist es echte Freiheit, wenn man als schlecht bezahlter Arbeiter die „Freiheit“ hat, zwischen Lohnsklaverei und Arbeitslosigkeit zu wählen? Viele Menschen würden diese Fragen wohl mit „Ja“ beantworten, denn es findet ja keine direkte körperliche Gewalt statt, mit der eine Entscheidung erzwungen wird.

Aber hier wird die Möglichkeit, innerhalb eines geschlossenen Systems zwischen klar definierten Alternativen zu wählen, mit wahrer Freiheit verwechselt – diese würde nämlich die Abwesenheit eben eines solchen Systems bedeuten, dass die persönliche Autonomie einschränkt, indem es die Vielfalt möglicher Handlungen auf ein kleines, kulturell anerkanntes Minimum reduziert.

Dass dieser „kleinste gemeinsame Nenner“ keinesfalls eine sinnvolle und menschliche Anpassung an das Zusammenleben in der Gemeinschaft darstellt, zeigt das allgemein gesellschaftlich anerkannte Handeln von Unternehmern, dass auf einer geradezu militärisch-strategischen Denkweise aufbaut (man beachte, wie viele Bücher über Militärstrategie als „Handbuch“ für Manager und dergleichen verwendet werden, wie die „Kunst des Krieges“ von Sunzi).
Erfolg ist hier immer Erfolg aus Kosten anderer und wird nicht daran gemessen, wie man sich im Verhältnis zu eigenen früheren Leistungen verbessert hat, sondern wie effektiv man den vermeintlichen „Feind“ am eigenen Erfolg hindert.

Und diese von Konkurrenz geprägte Denkweise ist nicht für Geschäftsleute reserviert, sie herrscht in allen gesellschaftlichen Institutionen wie Schule, Arbeitsleben, ja sogar in der Erziehung, vor.
Man hat seinen Platz in der Gesellschaft, je nach dem, wie effektiv man dabei war, andere zu übertrumpfen, einzunehmen und nicht zu hinterfragen.

Fördert ein solches System echte Freiheit oder nur ein destruktives Denken, in dem die gesellschaftlich schlechter Gestellten, sei es aufgrund schlechterer Leistungen in ihrem früheren Schulleben, mangelnder Bereitschaft, sich in dieses menschenfeindliche System zu integrieren, oder wegen anderer Faktoren wie ihrer Herkunft und Hautfarbe diskriminiert und als Arbeitskraft ausgenutzt werden, was dann Marktwirtschaft heißt?
Ein System, in dem für wahrlich Andersdenkende keine Möglichkeit besteht, außerhalb dieses einengenden Horizontes ein erfülltes Leben ohne Existenzängste zu führen?

Die Beantwortung dieser Frage sei jedem Leser selbst überlassen.


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Kommentare

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  1. Ramón schreibt:

    btw. n link den mir n freund mal geschickt hat^^ [url]http://www.anarchismus.at/txt2/bakunin8.htm[/url]

    ich hab ihn mir noch nich durchgelesen muss ich gestehen :-( irgendwie fehlt mir dazu die konzentration...

  2. Ramón schreibt:

    ok... bb-codes scheinen nich zu funktionieren^^

    (btw. ich bin gegen "Hier die Zeichenfolge der Spamschutz-Grafik eintragen: " das is nervig^^)


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