Freiheit und Natur - Christopher McCandless

Dienstag, 23. Februar 2010
Wir haben vor, euch in nächster Zeit ein paar Beispiele von Menschen zu zeigen, die ihr Leben in Freiheit leben oder gelebt haben. Den Anfang soll das Zusammenspiel von Freiheit und Natur darstellen. Die Person, die wir euch vorstellen möchten, ist Christopher McCandless.

Christopher McCandless ist in einer wohlhabenden Familie im US-Bundesstaat Virginia aufgewachsen. Sein Vater forderte von ihm ein gutes Studium, welches er auch absolvierte. Er lehnte Reichtum strikt ab, arbeitete bei einem Fotokopieservice und lieferte Pizzen aus. Er vertrat stets seine Meinung in Diskussionen, ob in seiner Freizeit, seiner Familie oder während seinem Studium. Durch seine radikale freiheitliche Einstellung wollte er nach der High School Waffen nach Südafrika schmuggeln, um dort die Rassentrennung zu bekämpfen. Er verteilte in ärmeren Stadtteilen Essen und schrieb in der Schule Aufsätze über die Ungerechtigkeit in der Welt.

Er hatte große Interesse an den Werken von Leo Tolstoi, Henry David Thoreau und Jack London. Durch Tolstoi kam ihm er Gedanke zu einem Leben in Keuschheit und ohne Wohlstand. Er wollte unabhängig von Geld sein. Thoreau schrieb in seinen Büchern über das natürliche Leben und durch Jack London war Chris fasziniert von Alaska.

Nach der High School fuhr er ein Jahr lang durch die ganze USA, kam jedoch pünktlich zum Start seines Studiums an die Emory University in Atlanta zurück. Nach seinem Studium, welches er mit Bravour abschloss, spendete er seine Ersparnisse von $24.000 an die Hilfsorganisation Oxfam International. Außerdem zerschnitt er seine Kreditkarten und seinen Ausweis. Er benannte sich neu: Chris hieß ab sofort Alexander Supertramp. Er machte sich auf den Weg nach Alaska, nur mit seinen Büchern, einem Gewehr, einem Schlafsack, einem Zelt und weiteren kleinen Sachen. Auf seiner Reise nach Norden jobbte er gelegentlich, da er nicht ganz ohne Geld überleben konnte. Er traf verschiedene Menschen auf seinem Weg nach Alaska, zu denen er auch versuchte Kontakt zu halten, wenn es denn ging. Bei seiner Familie hat er sich allerdings nie gemeldet.

Per Anhalter gelangte Alex nach zwei Jahren nach Fairbanks, Alaska. Er schickte letzte Postkarten und Briefe ab, bevor er sich in der Uni-Bibliothek ein Buch über Beeren, Früchte und Pflanzen auslieh und sich auf den Weg in die Wildnis machte. Er fand einen Bus, den er in seinen Aufzeichnungen ‚Magic Bus‘ nannte. Alexander überlebte eine Weile dort, allerdings verlor er sehr viel Kraft und nahm auch stark ab. Als er umkehren wollte, konnte er den Fluss nicht mehr überqueren, da er durch den getauten Schnee tiefer, breiter und reisender geworden war. Als er bei dem Versuch, den Fluss zu überqueren, fast sein Leben verlor, kehrte Alexander zum Magic Bus zurück. Er starb vermutlich am 18. August 1992. Seine Todesursache ist nicht geklärt.

Empfehlenswert: ‚In to the Wild‘ und das passende Buch ‚In die Wildnis‘, Beides ist spannend gestaltet und lässt einen am Leben von Christopher McCanless teilnehmen.



Hier findet ihr auch weitere Beispiele von Menschen, die naturverbunden und frei leben.


Freiheit - Was ist das?

Dienstag, 26. Januar 2010
Freiheit – ein großer und gern genutzter Begriff, aber wie viele Menschen haben sich Gedanken darüber gemacht, was Freiheit eigentlich bedeuten kann und sollte?
Zumindest sind sich die meisten Menschen darüber einig, dass Freiheit ein wünschenswertes Gut ist, aber was steckt hinter der Phrase?

Ist Freiheit, wenn man zwischen Marke A, B und C auswählen kann, unbewusst über die subtile Manipulation, der man ausgesetzt ist? Oder ist es echte Freiheit, wenn man als schlecht bezahlter Arbeiter die „Freiheit“ hat, zwischen Lohnsklaverei und Arbeitslosigkeit zu wählen? Viele Menschen würden diese Fragen wohl mit „Ja“ beantworten, denn es findet ja keine direkte körperliche Gewalt statt, mit der eine Entscheidung erzwungen wird.

Aber hier wird die Möglichkeit, innerhalb eines geschlossenen Systems zwischen klar definierten Alternativen zu wählen, mit wahrer Freiheit verwechselt – diese würde nämlich die Abwesenheit eben eines solchen Systems bedeuten, dass die persönliche Autonomie einschränkt, indem es die Vielfalt möglicher Handlungen auf ein kleines, kulturell anerkanntes Minimum reduziert.

Dass dieser „kleinste gemeinsame Nenner“ keinesfalls eine sinnvolle und menschliche Anpassung an das Zusammenleben in der Gemeinschaft darstellt, zeigt das allgemein gesellschaftlich anerkannte Handeln von Unternehmern, dass auf einer geradezu militärisch-strategischen Denkweise aufbaut (man beachte, wie viele Bücher über Militärstrategie als „Handbuch“ für Manager und dergleichen verwendet werden, wie die „Kunst des Krieges“ von Sunzi).
Erfolg ist hier immer Erfolg aus Kosten anderer und wird nicht daran gemessen, wie man sich im Verhältnis zu eigenen früheren Leistungen verbessert hat, sondern wie effektiv man den vermeintlichen „Feind“ am eigenen Erfolg hindert.

Und diese von Konkurrenz geprägte Denkweise ist nicht für Geschäftsleute reserviert, sie herrscht in allen gesellschaftlichen Institutionen wie Schule, Arbeitsleben, ja sogar in der Erziehung, vor.
Man hat seinen Platz in der Gesellschaft, je nach dem, wie effektiv man dabei war, andere zu übertrumpfen, einzunehmen und nicht zu hinterfragen.

Fördert ein solches System echte Freiheit oder nur ein destruktives Denken, in dem die gesellschaftlich schlechter Gestellten, sei es aufgrund schlechterer Leistungen in ihrem früheren Schulleben, mangelnder Bereitschaft, sich in dieses menschenfeindliche System zu integrieren, oder wegen anderer Faktoren wie ihrer Herkunft und Hautfarbe diskriminiert und als Arbeitskraft ausgenutzt werden, was dann Marktwirtschaft heißt?
Ein System, in dem für wahrlich Andersdenkende keine Möglichkeit besteht, außerhalb dieses einengenden Horizontes ein erfülltes Leben ohne Existenzängste zu führen?

Die Beantwortung dieser Frage sei jedem Leser selbst überlassen.


Unser Logo

Dienstag, 26. Januar 2010


Unser Logo soll symbolisieren, dass man die Einschränkungen, die man hat, aufheben kann.

Der Baum sprengt die beiden Kreise auf, indem er wächst. Wenn wir alle über unsere Freiheit nachdenken, diskutieren, und uns überlegen, wie wir zu dieser Freiheit gelangen können, können wir auch als Gemeinschaft wachsen und Wege zur Befreiung finden. Unsere Wurzeln finden wir in der jetzigen Gesellschaft. Wir reden und diskutieren darüber, was Freiheit eigentlich ist, was sie einschränkt, und wie wir echte Freiheit erlangen können.

Wir können uns zusammentun und andere zum Nachdenken bringen - dann werden wir unsere Beschränkungen aufheben können und gemeinsam frei sein, denn niemand ist frei, wenn wir es nicht alle sind.

Über uns

Dienstag, 26. Januar 2010
Wer sind wir eigentlich? (Nicht, dass ihr noch denkt, das wüssten wir nicht… wir wissen das ziemlich genau, nur ihr halt noch nicht, das wird sich jetzt aber ändern.)
Alles in allem sind wir drei junge Menschen, zwei Mädels und ein Junge - genauer: Tobi, Clara und Meli - die unzufrieden sind mit der Welt, die mehr Gerechtigkeit wollen, für alle. Und vor allem eines: Freiheit, und jene in jeglichen Weisen und Varianten und ohne Einschränkungen.

Und so haben wir uns überlegt, dass wir irgendwo anfangen müssen, etwas zu tun, um die Welt besser zu machen… Und da kam uns die Idee eines Blogs, welchen ihr jetzt hier vor euch seht. Im Prinzip arbeiten wir wie eine kleine Redaktion zusammen, immer sonntags treffen wir uns, besprechen, diskutieren, einigen uns auf den Artikel für die nächste Woche und einer schreibt. Vielleicht sind wir doch ein wenig anders. Wir sind nämlich nicht demokratisch. Sprich, es gilt kein ‚Zwei gegen Einen’-Votum. Wenn zwei dafür sind, aber einer dagegen, dann suchen wir uns (und wenn es Stunden dauert), einen Kompromiss, etwas, zu dem wir dann zu dritt sagen können, dass es genau so, und nicht anders, sein soll.

Auch, wenn unter den einzelnen Artikeln kein einzelner Name stehen wird, und auch, wenn wir homogen auftreten werden, wollen wir nicht wie ein Einheitsbrei wirken. Jeder, beziehungsweise jede, von uns will Freiheit. Und da kann man schon sagen, dass wir drei Persönlichkeiten sind, Freiheit sind bei uns drei verschiedene Begriffe und hat drei verschiedene Definitionen.
Aber das Wichtige ist, wir haben ein gemeinsames Ziel (ja, Freiheit!), und wie wir dort hinkommen werden, werden wir sehen, zu allererst wollen wir einige von euch überzeugen, diesen Weg mit zu beschreiten! :-)

In den kommenden Wochen werden wir noch kleinere Beiträge zu uns selber als einzelne Personen hinzufügen, aber das hier sollte erst einmal gesagt sein.


Impressum

Dienstag, 26. Januar 2010
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